Joblobby News: Burnout – Modeerscheinung oder mehr?

Burnout wurde lange Zeit als “Manager-Krankheit“ bezeichnet. Da es aber jeden Menschen, unabhängig von Alter, Geschlecht oder Berufsstand treffen kann.

Was ist Burnout?

Der bereits verstorbene Psychoanalytiker Herbert J. Freudenberg hat vor ca. 40 Jahren erstmalig den Ausdruck Burnout verwendet.

Er definiert diesen Begriff als eine Art Gefühlszustand, der aufgrund von Überforderung, z.B. am Arbeitsplatz, von übermäßigem Stress begleitet wird.
Überforderungen in jeder Lebenslage führen zur Frustration und Erschöpfung.
Immer mehr Menschen sind enormen Anforderungen am Arbeitsplatz ausgesetzt. Alleine der Zeitdruck, die belastende Verantwortung, Mobbing oder ganz zu schweigen von der Angst, den Arbeitsplatz zu verlieren, erzeugen permanenten, übermäßigen Stress.
Verminderte Belastbarkeit führt dazu, die zum Teil selbstauferlegten Aufgaben nicht mehr bewältigen zu können. Körperliche, emotionale und geistige Erschöpfung sind die Folge.

Anzeichen von Burnout können sein:

  • Befindlichkeitsstörungen
    • Chronische Müdigkeit
    • Lustlosigkeit
    • Kein sexuelles Verlangen
    • Schlafstörungen
    • Schwindel
    • Ständige Erschöpfung
    • Konzentrationsmangel
    • Unfähigkeit zu entspannen
    • Kontakte zum sozialen Umfeld beenden
    • Ziele beruflich oder privat zu hoch anzusetzen
    • Permanenter Leistungsdruck, der selbst auferlegt wird
    • Ängste unterschiedlicher Natur

 

Sind Sie „Burnout-gefährdet“?

Beurteilen Sie selbst:

  • Ist der Beruf zum wichtigsten Lebensinhalt geworden?
  • Arbeite ich ununterbrochen ohne Pausen?
  • Gönne ich mir Ruhe und Entspannung?
  • Mein soziales Umfeld wird mir unwichtig?
  • Ich habe an nichts Spaß oder Freude?
  • Mein Gedanken kreisen um „Probleme“
  • Ich fühle mich unersetzbar

Sollten Sie die Mehrzahl der Fragen mit JA beantwortet haben oder treffen Aussagen auf Sie zu, könnten Sie anfällig für Burnout sein. Da sich die Krankheit auf unterschiedlichste Weise äußern kann, ist der oben genannte Fragenkatalog selbstverständlich nicht vollständig.

Tipps zur Vorsorge:

Erkennen Sie an sich eine bestimmte Anfälligkeit gegenüber Burnout, so handeln Sie bald, damit Sie diesen Kreislauf schnell durchbrechen können.

- Nehmen Sie sich wieder Zeit für sich und Ihre Familie
- Ruhen Sie sich angemessen aus und entspannen sich
- Gehen Sie Ihren Hobbys nach Treiben Sie Sport – denn er trägt zum Ausgleich bei
- Suche Sie gegebenenfalls neue Freizeitaktivitäten
- Erweitern Sie eventuell Ihren Freundeskreis
- Setzen Sie sich realistische Ziele ob am Arbeitsplatz oder privat
- Wechseln Sie, wenn nicht anders machbar Ihren Arbeitsplatz
- Machen Sie autogenes Training


Hat sich diese Krankheit jedoch schon „chronifiziert“, benötigen Sie professionelle Hilfe, z.B. in Form einer individuellen Psychotherapie. Je früher das Problem erkannt wird, desto schneller lernen Sie Ihre Leistungsfähigkeit wieder richtig einzuschätzen.